Ein neuer Tag beginnt für uns und zum Leidwesen der Meisten auch schon wieder um 7:30 Uhr. Nach einem ausgiebigen Frühstück, rasantem Aufräumen des kuscheligen Gemeindehauses Sulzbach und einer stets liebevollen und bewegenden Andacht, die unsere Müdigkeit wegwischt, sind wir für das „Aufsatteln“ bereit. Der heutige Reisesegen fällt etwas anders, dafür jedoch viel gemeinschaftlicher aus: der Drucksegen ist zurückgekehrt! Mit der damit neu gewonnenen Kraft und einer neuen Hoffnung können wir unsere nächste Etappe nach Aschaffenburg – Damm in die Pauluskirche antreten. Diese Hoffnung besteht aus dem hilfsbereiten Vater unseres LKPs, der Einiges an schwererem Reisegepäck wie Töpfen und Pfannen nach Damm transportiert, um Komfortplätze für vernachlässigte Rucksäcke zu schaffen. Unser Wanderweg führt auch heute wieder am malerischen Mainufer entlang. Nur in Obernau wechseln wir die Straßenseite, werden dafür aber mit einem schattigen Plätzchen für die Mittagspause belohnt. Nachdem alle Bananen verteilt sind, geht es weiter Richtung Aschaffenburg und damit zu einigen der originalen Unter-Brücken-Momenten. Durch Mainauen und an Weinbergen vorbei ist das Wandern nämlich schön, aber bemerkenswert wird das Ganze, wenn man es als dreißigköpfige und als ziemlich ungewaschen zu bezeichnende Gruppe mit Bollerwagen und Sonnenhüten tut – durch die Unterführung am Dämmer Steg. Gott sei Dank gibt es Aufzüge! Und die Blicke der Passanten sind mitunter unbezahlbar. Von da an ist es auch gar nicht mehr weit bis zu St. Paulus und in strahlendem Sonnenschein wird Schweiß und Staub abgewaschen. Jedenfalls beim Großteil, eine kleine Truppe muss schließlich noch für die selbstgemachten Burger am Abend jagen… äääh,… einkaufen gehen. Kein Problem sollte man denken, schließlich gibt es den Gartenschlauch danach immer noch, allerdings haben wir die Rechnung ohne das Wetter gemacht. Ein grauer Himmel und eine Unwetterwarnung bremsen den Elan und schließlich wird ein Teil der Einkäufe doch mit dem Auto abgeholt. Nach einem halbwegs kurzen Schauer ist jedoch alles vorbei und ein großes Versprechen nahezu erfüllt: dass es für die letzten beiden Etappen humane Temperaturen geben wird. Na, wollen wir mal hoffen. Die Aufregung hat sich aber gelohnt und dank des wunderbaren Kochteams können wir uns später den Bauch mit einem Menu aus Burger, Käsenudeln und Salat vollschlagen, vom Nachtisch – Obstsalat mit Schokoladensoße – ganz zu schweigen.

In der Abendandacht hören wir heute vom Ende des Weges, der für uns der wichtigste ist und den wir doch nie alleine gehen mussten. Der längste Weg, den Jesus für uns zum Kreuz ging und damit uns allen Gottes Liebe und Vergebung für immer zugesagt hat. Mit diesem warmen Gedanken im Herzen und der Vorfreude aufs Ausschlafen morgen –  9 Uhr! – rufen Isomatte und Schlafsack, mit oder ohne Umweg über den Jugendraum.

 

Bis morgen und viel Spaß mit dem Gedanken, dass wir möglicherweise mindestens genauso lange schlafen wie ihr 😉

 

Share This:

Von malerischen Weinbergen und belebten Städten – Unser Weg von Sulzbach nach Aschaffenburg Damm

Beitragsnavigation