Oder auch: Auf Socken von Elsenfeld nach Eschau

Gestern durften wir eine halbe Stunde länger schlafen als die Tage zuvor, nämlich bis 08:30 Uhr! Das tat uns denkbar gut: „Eschau“ hieß unser heutiges Tagesziel und wir waren guter Dinge, auch diesen Ort gesund und munter erreichen zu können.
In der Tageslosung hörten wir von Noah, dem großen Versprechen, dass Gott für immer bei ihm und seinen Nachkommen sein wird. Die ständige Erinnerung daran soll der Regenbogen sein. Auch, wenn Du vielleicht nicht Noa(h) heißt, ist das ein Versprechen, das ganz genau so für Dich gilt! Gott verspricht auch Dir, dass er immer bei Dir sein wird.
Heute standen gut 8 Kilometer auf dem Plan und die ersten Erschöpfungserscheinungen machten sich bemerkbar. So erreichte der Wert auf dem Blasencounter bei den Ersten den zweistelligen Bereich. Dendo, der ursprünglich geplant hatte, gar nicht mitzulaufen, hat auch seine letzen Reserven mobilisiert, sodass er in Socken trockene Fußspuren auf den regennassen Wegen bis nach Eschau hinterließ. Trotz des leichten Regens waren wir deutlich schneller am Zielort als geplant. Dennoch haben wir uns beim Essen ganz entspannt Zeit gelassen, sodass wir ausgiebig kochten und anschließend die Schweinelendenmedaillons als Hauptgang nach den Bruschetta und der vegetarischen Pizza aßen. Als Nachtisch durften wir den leckeren Milchreis mit Beeren und Kirschen genießen. Alles in allem ein unfassbar leckeres Essen, für das es sich auch lohnt, sich länger Zeit in der Vorbereitung zu nehmen. Durch diese leichte Verzögerung konnten wir auch in der Abendandacht in der Eschauer Kirche, welche als Evangelische Kirche sogar älter ist als Martin Luther, sehr gut den Tag ausklingen lassen und zur Ruhe kommen. Wir hörten von Silas und Paulus, denen Gott im Gefängnis die Freiheit schenkt. Wir stecken häufig auch in unserem eigenen Gefängnis, aus dem wir Angst haben, nicht mehr herauszukommen, wenn manchmal Dinge einfach nicht mehr so funktionieren möchten, wie man es gerne hätte. Wir haben alle in den letzten Tagen unterwegs Situationen erlebt, bei denen unser Kopf an manchen Stellen beim Laufen mehr will, als unsere Füße hergeben möchten. Ein Glück, dass wir einen Gott haben, der uns aus diesen Gefängissen heraushelfen will! Denn wenn wir einen Gott haben, der sogar Menschen, die gar nicht gehen können, zum Springen bringen kann, wovor sollten wir noch Angst haben?

Durch die leichte Verzögerung kamen wir jedoch nicht mehr dazu, diesen Blogbeitrag am gleichen Abend noch zu schreiben, ich hoffe das könnt ihr uns verzeihen :).

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Von frei gemachten Köpfen und Füßen

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